Sauna und Fitness – die perfekte Kombination

Sauna und Sport

Sehr viele Sportler gehen nach ihrem Training saunieren. Doch ist das gut für die Gesundheit und die Fitness? Allerdings! Es ist gut für Euren Körper, regt die Durchblutung an und stärkt den Kreislauf. Mediziner empfehlen es, Saunieren und körperliche Bewegung miteinander zu kombinieren. Damit der Saunagang nach dem Sport ohne Probleme abläuft und Ihr von den Vorteilen profitiert, solltet Ihr jedoch einige Dinge beachten. Die haben wir hier für Euch zusammengefasst.

 

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Wie wirkt Fitness auf den Körper?
  2. Wie wirkt ein Saunagang auf den Körper?
  3. Können ein Saunagang und Fitness miteinander kombiniert werden?
  4. Vorteile
  5. Nachteile
  6. Fitness nach dem Saunagang?
  7. Was Ihr beachten solltet
  8. Fazit

 

Sauna und Sport

 

Wie wirkt Fitness auf den Körper?

Die körperliche Belastung bringt das Herz dazu, schneller zu schlagen. Die Durchblutung Eures Körpers wird verbessert. Da der Körper unter Stress steht, schüttet er verstärkt das Hormon Cortisol aus.

Vielleicht verknüpft Ihr Stress jetzt mit negativen Folgen. Das stimmt aber nur teilweise. Ein gewisses Maß an Stress ist nicht nur gut, sondern geradezu lebensnotwendig für die körperliche Gesundheit. Der kräftige Herzschlag pumpt das Blut bis in die entferntesten Teile des Körpers. Das erkennt Ihr daran, dass sich die Haut rötet. Der Kreislauf arbeitet auf Hochtouren. Von der gesteigerten Durchblutung profitiert auch Euer Gehirn. Es wird stärker mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Das wirkt sich positiv auf die Denkprozesse aus. Viele Sportler berichten, dass ihnen das Training dabei hilft, klarer zu denken und ihre Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

Sportliche Betätigung hilft auch dabei, Verspannungen abzubauen. Auf viele Organe des Körpers hat regelmäßige Workouts einen positiven Einfluss.

 

Das Herz

Durch die Belastung beim Training wird Euer Herz gestärkt. Es wird leistungsfähiger und sorgt für eine gute Durchblutung des Körpers. Ein trainiertes Herz pumpt mit jedem Herzschlag mehr Blut durch Euren Körper als ein untrainiertes. Langfristig sinkt dadurch der Blutdruck und der Ruhepuls verlangsamt sich.

 

Die Muskeln

Die Muskeln profitieren ebenfalls vom regelmäßigen Training. Sie wachsen und verdrängen Fettgewebe. Kräftige Muskeln sind wichtig, weil sie es ermöglichen, dass sich der Körper bewegt. Muskeln stützen zudem die Gelenke. Kräftige Muskeln sind zum Beispiel das beste Mittel, um chronischen Rückenschmerzen vorzubeugen. Sie entlasten Eure Gelenke und schützen sie vor Verschleiß. Zudem regt der Aufbau von Muskeln den Stoffwechsel an, weil dafür viel Energie benötigt wird. Das hilft schließlich beim Abnehmen, da weniger Fett eingelagert wird.

 

Die Lunge

Die regelmäßige Belastung durch Fitness wirkt sich ebenfalls positiv auf die Lunge aus. Sie gewinnt an Volumen und kann Euren Körper so besser mit Sauerstoff versorgen. Bei jedem Atemzug wird dem Körper mehr Luft und somit mehr Sauerstoff zugeführt. Das intensiviert den Kreislauf und fördert die Durchblutung.

 

Die Gelenke

Bewegung hält fit. Das trifft in besonderen Maß auf die Gelenke zu. Beim Training kommt es durch die Belastung zu einem ständigen Wechsel zwischen Druck und Zug auf die Gelenke. Das trägt dazu bei, dass die Knochenmasse erhalten und beweglich bleibt. Die Regeneration des Knorpels („Gelenkschmiere“) wird angeregt. Das schützt die Gelenke vor Verschleiß.

Allgemein gilt natürlich der Grundsatz, dass Fitness gut für die Gesundheit ist. Der menschliche Körper ist für Bewegung geschaffen, nicht für stundenlanges Sitzen oder Liegen. Wenn Ihr Euch im Alltag nicht mehr genug körperlich betätigt, stellt die Belastung durch regelmäßiges sportliches Training eine gute Alternative dar.

 

Saunagang nach einem Training

 

Wie wirkt ein Saunagang auf den Körper?

In der Sauna ist es warm. Auf den oberen Bänken kann die Temperatur sogar auf mehr als +100°C ansteigen. Das hat dann zur Folge, dass der Kreislauf angeregt wird. Euer Körper versucht, die Temperatur konstant auf etwa +37°C zu halten. Die sogenannte Kerntemperatur bleibt beim Saunieren annähernd konstant. Sie steigt höchstens um 1°C oder 2°C. Die Haut verhält sich da anders und kann bis zu +40 °C erreichen. Durch die Wärme erweitern sich die Blutgefäße. Der Blutdruck sinkt und das Herz schlägt schneller. Das kurbelt Euren Kreislauf an. Um die Temperatur beim Saunieren zu regulieren, fängt der Körper in der Sauna an zu schwitzen. Das verdunstende Wasser hat dann einen kühlenden Effekt.

 

 

Können ein Saunabesuch und Fitness kombiniert werden?

Viele Sportler suchen nach dem Training gern die Sauna auf. Beim Saunieren könnt Ihr Euch entspannen und einfach mal den Kopf abschalten. Durch das Relaxen beim Saunagang tankt Ihr Energie und seid anschließend bereit, die Aufgaben des Tages zu bewältigen. In der kalten Jahreszeit ist ein Saunabesuch besonders empfehlenswert, weil er die Abwehrkräfte Eures Körpers stärkt.

Positive Effekte stellen sich jedoch nur ein, wenn Ihr regelmäßig Fitness macht und in die Sauna geht. Ein sporadisches Training oder ein gelegentlicher Saunabesuch haben dagegen keinen positiven Effekt.

 

 

Vorteile

Durch die Belastung beim Training kommt es zu mikroskopisch kleinen Verletzungen der Muskeln. Die Wärme in der Sauna fördert die Entspannung der Muskulatur. Der Kreislauf wird angeregt und die Durchblutung verbessert. Dadurch heilen kleinere Verletzungen besser. Zerrungen und Verspannungen, die beim Training entstanden sind, werden durch den Saunagang gemildert. Erwiesenermaßen mildert ein Saunagang auch Euren gefürchteten Muskelkater, der sich nach intensivem Fitness häufig einstellt. Darüber hinaus stärkt die Kombination aus Sauna und Fitness Euer Immunsystem. Weitere Tipps, wie Ihr Euer Immunsystem stärken könnt, findet Ihr hier!

 

 

Nachteile

Ein Saunagang nach dem Fitness stellt im Grunde genommen ein Training nach dem Training dar. Die Belastung des Körpers in der Sauna ist durchaus mit der beim sportlichen Training vergleichbar. Nach einem intensiven Fitness kann die Belastung für Euren Körper unter Umständen zu viel werden. Viele Sportler nehmen an, dass ein Saunagang leistungssteigernd wirkt. Das ist aber nicht der Fall.

 

Vorteile und Nachteile beim Saunieren

 

Wie ist die Wirkung von Fitness nach dem Saunagang?

Während ein Saunabesuch nach dem Workout in der Mehrzahl der Fälle empfehlenswert ist, hat die umgekehrte Kombination, also Saunieren vor dem Training, überwiegend negative Folgen. Die Belastung des Körpers beim Saunagang ist ähnlich hoch wie beim Training. Der Puls steigt zum Beispiel um fast 50 Prozent. Das bedeutet, dass wertvolle Energiereserven angegriffen werden und Euch infolgedessen beim Sport nicht mehr zur Verfügung stehen.

In der Sauna schwitzt der Körper stark. Das bedeutet, Ihr verliert Wasser und Mineralien. Jeder weiß, dass ein zu starker Verlust von Flüssigkeit sich negativ auf das Leistungsvermögen auswirkt. Das zeigt sich bereits bei einem Flüssigkeitsverlust von lediglich 2 Prozent. Außerdem stellt Euer Körper beim Saunagang auf Ruhe und Entspannung ein. Umso schwerer fällt es ihm, nach dem Saunieren wieder auf volle Leistung umzustellen.

 

 

Saunabesuch und Fitness – Was solltet Ihr beachten?

Wenn Ihr einige Dinge beachtet, ist die Kombination auf Saunagang und Fitness durchaus zu empfehlen.

Am wichtigsten ist es, dem Körper nach dem Training und vor dem Saunagang eine Ruhepause zu gönnen. Dadurch kann sich der Kreislauf wieder stabilisieren. Ärzte empfehlen, zwischen Training und Saunabesuch eine Pause von mindestens 20-30 Minuten einzulegen. Nutzt die Zeit, um Euch zu duschen. Das Duschen entfernt den Fettfilm und die Abbauprodukte, die der Schweiß auf der Haut zurückgelassen hat.

Zu den Vorbereitungen gehört auch, ausreichend zu trinken. Beim Fitness kommt der Körper ins Schwitzen und verliert viel Flüssigkeit. Dasselbe passiert aber auch beim Saunieren. Damit Ihr nicht dehydriert, nutzt die Ruhepause effektiv, um zu trinken. Am besten eignen sich Mineralwasser, eine Schorle oder alkoholfreies Bier. Die Getränke führen dem Körper nicht nur Flüssigkeit zu, sondern ersetzen auch Mineralien, die beim Schwitzen ausgeschieden wurden.
Anfänger und ungeübte Personen sollten das Saunieren jedoch nicht übertreiben. Besonders der erste Saunagang sollte nicht länger als 15 Minuten dauern. Nach dem Fitness ist ein zweimaliger Saunabesuch mit einer mindestens 30 Minuten langen Ruhepause dazwischen ausreichend.

 

Die wichtigsten Regeln für den Saunagang:

  • Duscht Euch vor dem Saunagang unbedingt ab!
  • Die maximale Dauer beim Saunabesuch beträgt 15 Minuten.
  • Anfänger sitzen besser auf den unteren Bänken, weil es dort nicht so heiß wird.
  • Wenn Ihr Euch unwohl fühlt, verlasst sofort die Sauna!
  • Kühlt nach dem Saunieren Euren Körper.

 

Der wohltuende Effekt nach dem Saunabesuch tritt erst dann ein, wenn Ihr den erhitzten Körper anschließend abkühlt. Wenn Ihr Euch nach der Sauna lediglich lauwarm duscht, zerstört Ihr den positiven Effekt. Der richtige „Cool Down“ nach dem Saunagang will jedoch gelernt sein.

  • Die ideale Wassertemperatur beträgt ca. 24 – 26 °C.
  • Kühlt zuerst Hände und Füße ab, bevor Ihr zum Kopf und Oberkörper übergeht.
  • Bewegt Euch beim Abkühlen, um Verspannungen der Muskeln zu vermeiden.
  • Sorgt dafür, dass sich der Körper richtig abkühlt.

 

Wenn Ihr Euch nicht richtig abkühlt, kommt es zum sogenannten “Nachschwitzen”. Das ist gefährlich, weil sich Euer Körper dadurch stark abkühlt. Das begünstigt Erkältungen. Die Gefahr ist nicht nur in der kalten Jahreszeit besonders groß, sondern auch, wenn Ihr nach der Sauna mit dem Fahrrad oder dem Motorrad nach Hause fahrt.

 

Tipps für den Saunagang

 

Fazit

In den meisten Fällen ist es ein guter Gedanke, nach dem Workout einen Saunabesuch zu machen. Erwiesenermaßen seid Ihr, wenn Ihr nach dem Training in die Sauna geht, um durchschnittlich 2 Prozent leistungsfähiger als diejenigen, die darauf verzichten. Um den positiven Effekt zu spüren, müsst Ihr jedoch einige Dinge beachten.
Legt zwischen dem Training und dem Saunagang unbedingt eine Pause ein, um dem Kreislauf Zeit zu geben, sich umzustellen. Nutzt die Ruhepause, um zu trinken, um Flüssigkeitsmangel vorzubeugen. Am besten eignen sich Mineralwasser, Schorle oder alkoholfreies Bier. Duscht vor dem Betreten der Sauna. Dadurch schwitzt Ihr besser und es ist hygienischer. Dehnt den Saunabesuch nicht zu lange aus. Das Maximum sind 15 Minuten. Solltet Ihr Euch unwohl fühlen, verlasst die Sauna sofort. Nach dem Saunieren solltet Ihr Euch richtig abkühlen, um einen positiven Effekt zu erzielen.
Beide Maßnahmen – Fitness und Sauna – sind gut für Eure Gesundheit. Der Nutzen zeigt sich aber nur, wenn Ihr beides regelmäßig macht. Die ersten positiven Auswirkungen zeigen sich erst nach Wochen, wenn nicht gar Monaten. Lasst Euch aber nicht beirren und bleibt aktiv. Euer Körper wird es Euch danken!

 

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