Glaubt nicht alles, was Ihr lest! Viele Trainingsweisheiten sind schlichtweg falsch. Einige treffen nicht immer zu und andere sind bereits längst veraltet. Wir klären Euch auf, welche Fitness-Lügen immer wieder gern verbreitet werden.

 

Fett wird erst nach 30 Minuten verbrannt

Nur bei intensiveren, anaeroben Trainingseinheiten werden keine Fette verstoffwechselt. Beispielsweise bei Sprints. Sonst gilt: Fett wird von der ersten Minute an verbrannt. Der Fettstoffwechsel wird vor allem bei einer Belastung zwischen 65 und 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz angeregt. Die könnt Ihr ganz einfach selbst ermitteln, indem Ihr Euer Alter von 220 abzieht.

 

Wo sich Muskeln bilden, verschwindet das Fett

Leider ist auch das falsch. Da unser Körper nur ein Stoffwechselsystem hat, kann Fett nicht gezielt an bestimmten Stellen verbrannt werden. Am schnellsten baut Ihr im Gesicht Fett ab. Erst danach greift Euer Körper auf andere Fettreserven zurück. Das wichtigste ist, dass Ihr über den Tag verteilt mehr Kalorien verbraucht, als zu Euch nehmt.

 

Durch viele Sit-Ups kriegt man schnell ein Sixpack

Auch das stimmt nicht. Entscheidend ist der Körperfettanteil. Erst wenn dieser Anteil unter 14 Prozent liegt, wird das Sixpack sichtbar. Gerade am Bauch speichert der Körper am meisten Fett ab. Beim Bauchtraining wird jedoch kaum Fett abgebaut, da die Bauchmuskeln an sich eine sehr kleine Muskelgruppe sind. Je mehr Muskeln beim Training in Bewegung sind, desto effektiver ist der Energieverbrauch. Deshalb ist die Kombination auf Kraft- und Ausdauertraining wichtig.

 

Nur einmal in der Woche zum Training lohnt sich nicht

Oh doch! Gerade Anfänger können ihre Leistung schon mit einer Stunde Training die Woche steigern. Fortgeschrittene sollten jedoch versuchen mindestens 2-3-mal die Woche zu trainieren. Trotzdem ist eine Einheit besser als keine! Die reicht meist schon aus, um Euer sportliches Niveau und die Motivation zu halten.

 

Sich nach dem Training zu dehnen bringt nichts

Doch, das ist sogar wichtig! Eine leichte Dehneinheit nach dem Training senkt die Muskelspannung, verbessert langfristig die Beweglichkeit und sorgt für eine schnellere Muskelregeneration. Warum die Regeneration so wichtig ist, erfahrt Ihr hier. Dehnt Eure Muskelgruppen langsam und haltet diese etwa 10-20 Sekunden.

 

Joggen schadet den Gelenken

Es ist genau das Gegenteil! Regelmäßiges Laufen schützt Euch sogar vor der Abnutzung der Gelenke. Durch die regelmäßige Bewegung wird die Gelenkschmiere dünnflüssiger und versorgt den Knorpel mit Nährstoffen. Auch die durch das Laufen aufgebauten Muskeln entlasten Eure Gelenke im Alltag.

 

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